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Preisgekrönte südafrikanische Winzerin Erika Obermeyer: Wein ist unglaubliches Geschenk der Natur

Erika Obermeyer ist eine Winzerin ohne einen einzigen eigenen Weinberg, aber dafür mit viel Kreativität. Als sie daran ging sich selbstständig zu machen, machte sie sich zuerst auf die Suche nach passenden Weingärten und fand sie in Voor Paardeberg nördlich von Paarl, wo sie Grenache Trauben bezieht; in Groenekloof, wo ihre Sauvignon Blanc Trauben wachsen und in Firgrove bei Stellenbosch, wo sie Cabernet und Cinsault Trauben ernten lässt. Bei allen Weingärten war ihr Ziel, ihre ganz eigenen frischen, eleganten und facettenreichen Weine zu kreieren. Und damit war sie von Anfang an sehr erfolgreich. Ihre ganz persönlichen Weine, die immer eine Essenz ihrer Lagen sind, heimsen eine Auszeichnung  nach der anderen ein.

Weinfreunde auf der ganzen Welt sind begeistert von Weinmarke „Erika O“

„Ich glaube, ich verstehe einen Weinberg besser als die meisten Menschen, vielleicht, weil ich die kleinsten Feinheiten der Natur sehe und verstehe“, sagt Erika Obermeyer. Und das mit Erfolg. Heute sind Weinliebhaber weltweit von ihrer Weinmarke „Erika O“ fasziniert. Die Winzerin aus Leidenschaft gewann 2019 den „Platter's by Diners Club South African Wine Guide Newcomer of the Year Award“ und fünf Sterne für die ersten Jahrgänge des „Erika O Cabernet Sauvignon 2015“ und „Erika O Syrah Grenache Noir Cinsault 2016“. Der „Erika O Sauvignon Blanc 2017“ erhielt viereinhalb  Sterne und verfehlte die fünf Sterne nur um einen einzigen Punkt.

Erika Obermeyer in der „Cape Winemakers Guild“


Im Jahr 2020 setzte Erika Obermeyer ihren Weg auf der Erfolgsspur fort und produzierte zwei weitere Fünf-Sterne-Weine. 2021 erfolgte die Aufnahme in die „Cape Winemakers Guild“, wo sie eine von bisher sieben Frau ist, denen diese Ehre zuteil wurde. Weitere weibliche Mitglieder waren Janie Muller, Louise Hofmeyr und Norma Ratcliffe als Ehrenmitglied und „Keeper of the Key“. Aktive Mitglieder sind Andrea Mullineux, Rianie Strydom und Samantha O’Keefe. Über die Ehre der Gilde anzugehören und damit eine der Fahnenträger für südafrikanischen Wein zu sein, freut sich Erika Obermeyer besonders.


Preisgekrönte südafrikanische Winzerin mit Wurzeln am Nordkap

Erika Obermeyer wuchs in Sutherland am Nordkap auf und die Natur war ihr Spielplatz. Sie lehrte sie früh ihre Launen zu verstehen und ihre Geschenke an Gerüchen und Texturen zu schätzen. „Ich verehre die Natur und bin in einer Umgebung aufgewachsen, in der ich ermutigt wurde, ihre verschlungene Fülle zu verstehen und zu schätzen“, sagt die preisgekrönte Winzerin. „Ich erinnere mich an den Geruch als wir in seichten Flussbetten spielten, an die kühlen Gurken, die in der Hitze der Karoo wuchsen und an den Geruch von Wassermelonen. Mein Vater hatte wunderschöne Gärten mit Hanepoot, Sultaninen, Kürbis und Süßkartoffeln angelegt und ich erinnere mich heute noch daran, wie es roch, wenn wir sie aus der fetten, nassen Erde zogen.“

Rüstzeug der erfolgreichen Winzerin: Die Aromadatenbank im Kopf

Wenn ihre Mutter die Feldfrüchte zum Mittagessen kochte, lockten die süßen und nussigen Aromen Erika Obermeyer wie von selbst ins Haus. Ein Sehnsuchtsort war auch der Feigenbaum, von dem es schwer war, sie hinunter zu locken. Ich habe so viel Magie in den Feigen entdeckt, ob junge Feigen, reife Feigen oder konservierte Feigen.“ All das half Erika Obermeyer die Fülle von Aromen zu erschließen und sich in ihrem Kopf eine ganz persönliche Datenbank an Aromen und Referenzen zu erschließen. Und die wurde eines Tages zu ihrem Rüstzeug als Winzerin.

Erika Obermeyer Weinreise mit Sinnen und Gaumen


"Denken Sie an die Reifephasen einer Ananas. Wenn sie nicht ganz reif ist, erinnert sie an Sauvignon Blanc. Wenn sie reifer und saftiger ist, kommt mir Chenin Blanc in den Sinn.“ Genauso erforscht sie mit ihren Sinnen die Weinberge und ihre Aromen. Das, was sie da schmeckt und riecht, vereinfacht sie zu Texturen. Niemals sind Analysen die Grundlage ihrer Weine, immer vertraut Erika Obermeyer ihren Sinnen und ihrem Gaumen. Ein Besuch auf Neethlingshof war es, der ihren Berufswunsch Winzerin zu werden, forcierte. Erika Obermeyer studierte schließlich Weinbiotechnologie und schloss mit „BSc Honours Degree“ ab, das markierte den Anfang ihrer Weinreise.

Forschungsarbeit Rückgrat ihres Strebens nach Innovation


„Als Studentin war es ziemlich mühsam, in einer sterilisierten Kabine zu sitzen, Pflanzenmaterial unter einem Mikroskop zu studieren und im Labor einen PCR-Test nach dem anderen durchzuführen, um Hefestämme zu Superpower-Stämmen zu machen“, sagt sie. Aber im Rückblick auf das Jahr 1998 bildete die damalige Forschungsarbeit das Rückgrat ihrer heutigen Arbeit als Winzerin und ihres Strebens nach Innovation. Sie lernte bei den führenden molekularbiologischen Forschern Professor Marius Lambrecht und der Professorin Melanie Viviers. Weinvorträge und Verkostungen erlebte sie bei den Professoren Joel van Wyk und Piet Goussard, bei Loftie Ellis und Duimpie Bayly – alles große Namen im südafrikanischen Weinbau, die Enormes für Südafrikas Weine, wie man sie heute kennt, geleistet haben.

Neues entdecken als Schlüssel für eigene Weinkarriere

Nach ihrem Studium arbeitete Erika Obermeyer von 1999 bis 2004 in den Laboren in Vredendal Coop und machte sich in den Weinkellern bei Kleine Zalze mit allen Abläufen vertraut. Im Jahr 2005 trat sie schließlich dem Team von Graham Beck bei und zwar zu einer Zeit als Charles Hopkins noch Kellermeister war. „Charles Hopkins gab mir zum richtigen Zeitpunkt den Schlüssel für meine eigene Weinkarriere, indem er mir die Freiheit ließ, Neues zu entdecken.“ In diesem Jahr kreierte Erika Obermeyer einen Sauvignon Blanc mit dem sie die „SA National Young Wine Show“ gewann. Weinpreise im In- und Ausland folgten. Das gab ihr viel Selbstvertrauen. Sie lernte immer die Gesamtheit zu sehen und schnell zu denken. „Bei der Weinherstellung werden Fehler nicht verziehen und man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man mit der Natur arbeitet“, sagt sie.

Der Wein als das Elixier, das Kulturen geprägt hat

Als Erika Obermeyer 2008 Südafrikas Winzerin des Jahres wurde, gewann sie als Preis eine Reise nach Bordeaux. Ihr Besuch in Frankreich während der Ernte 2009 heizte ihre Leidenschaft für guten Wein weiter an. „Ich entdeckte den Wein als das Elixier wieder, das Kulturen geprägt hat und ein unglaubliches Geschenk der Natur ist. Du bist da, um es zu führen. Du musst dich im Voraus an das halten, was die Natur dir sagt. Du musst nur geduldig sein.“

Rückschlag durch schwere Krankheit

Während Erika Obermeyer große Erfolge in der südafrikanischen Weinbranche feierte, ereilte sie ein persönliches Schicksal, eine Krankheit namens Keratokonus, bei der die Hornhaut im Auge sich stark verformt. Eine Operation war ihre einzige Hoffnung, das Augenlicht nicht zu verlieren. Von 2011 bis 2015 verschlechterte sich ihre Sehfähigkeit mit hoher Geschwindigkeit, aber erst der Augenchirurg Dr. Attenborough konnte sie überzeugen, eine Hornhauttransplantation in Betracht zu ziehen. Er erklärte ihr, eine Hornhauttransplantation sei wie das Herstellen von Rotwein - es braucht viel liebevolle Pflege. Der Heilungsprozess dauere lange.

Instinkt und ein tieferes Verständnis von Wein


2016 und 2018 wurde Erika Obermeyer erfolgreich an den Augen operiert. Die langwierige Heilungszeit nutze sie zum Ausloten ihrer Möglichkeiten. Sie erinnerte sich, wie sich Weinmachen für sie anfühlt: „Wenn man körperlich in jeden Schritt des Weinherstellungsprozesses involviert ist, die Reifegrade im Weinberg schmecken und seinen Fortschritt im Keller verfolgen kann, ist es, als würde man die Kunst lernen, einen perfekten Schweinebauch zu machen, das Knuspern muß genau richtig sein, um bei jedem Biß verführt zu sein. Man kann dabei keinem Rezept folgen, es ist ein Instinkt, den man sich durch ein tieferes Verständnis des Mediums aneignet.“

Erika Obermeyer Weinen und die Anerkennung bei Platters

Ihre intensiven Erkenntnisse gipfelten in Weinen, für die sie Anerkennung bei Platters fand und sie Mitglied der Cape Winemakers Guild (CWG) wurde. Nach Jahren der Suche nach einem eigenen Kellerraum ist Erika Obermeyer inzwischen nach Hause in ihren eigenen Keller in Stellenbosch zurückgekehrt. Dort verwirklicht sie jetzt ihre Pläne, von denen sie einst dachte, dass sie sie nie mehr würde verwirklichen können.

Erika Obermeyers Weine

Meticulous  2019

Dieser Sauvignon Blanc stammt aus einem Weinberg in Darling. Er hat eine imposanten Persönlichkeit mit reifer Grapefruit, der herben Säure von Kiwis und der Markigkeit von eingelegten Zitronen. Aromen von reifen Feigen stehen der Frische von Zitronenthymian gegenüber. Lorbeerblatt fügt einen leichten erdigen Ton hinzu. Schöne Länge und Intensität mit einem cremigen Gaumen, der die fleischigen Eigenschaften von Ananas und Nektarine ankündigt. Der Wein erhebt sich mit hervorragender Ausgewogenheit und Gewicht ohne Eichenholz, eingeleitet von einem phänomenalen Jahrgang. Mit einer angenehmen Adstringenz, die an das oft in Nebel gehüllte Darling-Gebiet erinnert, tragen die roten Hutton-Erden zu einem kalkigen Abgang bei und fügen zarte Nuancen von Austernschalen und Bambus hinzu.


Groenekloof 2017

Der Übergang zu einem holzigen Sauvignon Blanc strahlt sofort eine tiefe Kraft aus, begleitet von einem Gefühl der Zuversicht, das man bei dieser beliebten, aber oft als weltlich bezeichneten Sorte nicht immer findet. Der Wein erinnert an einen anderen herausragenden Jahrgang und hat sich nach fünf Jahren gut in seinen riesigen Schichten primärer und sekundärer Aromen eingenistet. Der Wein ist trittsicher wie eine Katze. So komplex, dass es sich mühelos über Ihren Gaumen legt und sich mit einem langen und anhaltenden Abgang ausdehnt, der Ihre Sinne beherrscht. Zarte Aromen von Vanilleschote eröffnen intensiven Ananasquark und Zitronengras; Weißer Spargel fügt eine seidige Textur und Kühle hinzu. Wenn der Wein wärmer wird, verströmt er reife Nuancen von Papaya, mit wilden Fynbos-Noten und Kiefernnadelaromen. Unverfälscht und elegant mit viel Persönlichkeit.


Groenekloof 2018

Der Jahrgang 2018 setzt den Weg der 17er Jahre fort, mit Sauvignon Blanc die Fantasie zu erobern, wenn auch zurückhaltender. Weißweinliebhaber werden dies aus verschiedenen Gründen schlucken, verzaubert von seiner faszinierenden Reinheit von St. Joseph Lilly und dem Fingerlimettenparfum. Der Weinberg ist 28 Jahre alt mit geringen Erträgen, und hier kann man Erikas ausgeprägtes Verständnis dafür erkennen, was die Natur mitteilt. Ein salziger, fast schieferiger strukturierter Trail fügt Spannung und Definition hinzu.

Flabbergast Cinsaut 2019

Bei dem herrlichen Wein ist die Frucht der Held, er hat eine wohlüberlegte Mischung aus alten Fässern und Betongefäßen eine Menge Konzentration in den mittleren Gaumen eingebaut. Der Wein zeichnet sich durch seine Frucht und verführerische Würze aus, während er durch das Spannungsverhältnis zwischen Säure und Tannin geprägt wird. Der erste Eindruck erinnert an großzügige Aromen von Erdbeere, Pfeffer, Veilchen und Weihrauch, bestäubt mit Zimt und Muskatnuss. Eine kalkige Kante verbindet sich mit zarten Tanninen, die sauber geschnürt sind, um den Wein zu formen. Robustere rote Früchte wie Rhabarber und Maulbeere werden am Gaumen entfesselt, abgeschlossen mit einem hellen und langen und köstlichen Abgang.


Syrah/Grenache/Cinsaut 2018

Dieser Wein entführt in einen magischen Blumengarten, in dem die Aromen von Veilchen, Lavendel und wilden Himbeeren Ihre Sinne fesseln. Gesäumt von lebendiger Zimtwürze, ruft es mehr Faszination für den Geschmack hervor, wie die Adstringenz von Meersalz, die den Wein mit Kraft und Finesse würzt. Im Herzen hat der Wein eine feuersteinartige Kante, die an Granit erinnert, was ihm eine linearere und detailliertere Qualität verleiht als andere Mischungen. Die strukturelle Säure des Weins kündigt seine Langlebigkeit an, wenn auch bereits zugänglich und köstlich.


Syrah 2017

Eine lebendige  Interpretation von Syrah – ganz frech in der Art und Weise, wie er Ihre Sinne mit seinem Duft von Veilchen, Orangenschokolade und der Zitrusnote von Szechuan-Pfeffer betört. Ätherisch und doch fest geformt. Man muss ihn probieren, um zu verstehen, wie er zu einem köstlichen und mundfüllenden Erlebnis wird, der zurcharakteristischen Wiedergabe der Sorte wird – der "Erikatessence" des Einfangens eines Jahrgangs. Anmutig übernimmt die robuste Qualität von Syrah die Führung mit sowohl pflaumenartigen als auch herzhaften Qualitäten, die im Nachgeschmack verweilen.

 

Cabernet Sauvignon 2017

Das große Finale dieser Verkostung ist wohl dieser Wein, der zeigt, wie kraftvoll ihre Rezitation dieser Sorte sein kann. Eine frische, fast minzige Qualität mildert seine kraftvollen Tannine. Darüber hinaus gibt es eine Dichte (keine Schwere) um den Wein, die ihn niederdrückt, sondern eher wie ein dichter Wald, der warme und kühle Aromen von frisch bestellter Erde, nasser Zeder und zerdrückten Veilchen hervorbringt.

 

 

 

 

 

 

 

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