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Fairtrade in Südafrika

 

Fairtrade in der südafrikanischen Weinindustrie

 

Gerade in Ländern wie Südafrika, das zu den Schwellenländern gehört und zusätzlich eine schwierige Geschichte hat ist es wichtig Fairtrade Systeme an den Start zu bringen. Es geht um faire Partnerschaft auf Augenhöhe. Arbeiterinnen und Arbeiter sollen existenzsichernd entlohnt werden , geschult werden, sodas sie ihre Potentiale entfalten können um eine selbstbestimmte Zukunft zu haben.

Südafrika gehört zu den größten neuen  Weinproduzierenden Ländern und beschäftigt laut WOSA (Wines of South Africa) um die 300 000 Menschen direkt oder indirekt in der Weinindustrie.  160 000 Menschen davon gehören zu der Gruppe der früher Unterprivilierten. Genau diese Gruppe erreicht der Fairtrade Bauer.

Denn er verpflichtet sich zu umfassenden sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards. Die Fairtrade Standards schützen und fördern die Abeiterinnen und Arbeiter. Fairtrade zertifizierte Betriebe kümmern sich um Arbeitsschutz, Sicherheit am Arbeitsplatz, Versammlungsfreiheit und Selbstorganisation.

 

In den alten Zeiten

 

In der Kapregion galt 300 Jahre das Dop System (dop ist auf Afrikaans ein alkoholisches Getränk). Seit der Kolonialisierung wurden die Arbeiter von den europäischen Farmern mit Wein, Nahrungsmitteln oder Tabak entlohnt.  Minderwertiger Wein, der die Farmer kaum etwas kostete wurde täglich  an die Landarbeiter abgegeben. Diese Praxis erhöhte und verschlimmerte den Alkoholismus  unter den Arbeitern, was zu riesigen sozialen Problemen, vor allem in der Gemeinschaft der Cape Coloureds führte.

Erst 1990 unter der neuen demokratischen Regierung Nelson Mandelas wurde diese Praxis endgültig verboten. In der Gesetzesvorlage heißt es: „Ein Arbeitgeber darf keinen Alkohol oder Brennspiritus an Personen als Anreiz für eine Beschäftigung abgeben, einem Arbeitnehmer anstelle von Löhnen oder Vergütung Alkohol oder Brennspiritus liefern oder von den Gehältern oder Bezügen eines Arbeitnehmers einen Betrag abziehen für Alkohol oder Brennspiritus.“

Leider reicht das Vermächtnis dieses Jahrhunderte langen Alkoholmissbrauchs bis in die heutige Zeit, da Alkoholismus immer noch weit verbreitet ist. Heute gibt es in Gegenden des Westkaps die höchsten Raten von FAS (Fetales Alkoholsyndrom) weltweit.

Obwohl die Arbeiter heute bar bezahlt werden, geben viele ihren Lohn für Alkohol und andere Drogen aus.

 

Konkrete Beispiele bei südafrikanischen Weinbauern

 

Auch hier setzt natürlich die Verantwortung der Farmer für ihre Arbeiter an und etliche Farmen gehen mit gutem Beispiel voran und wirken dem entgegen. Auf vielen Farmen gibt es eigene Kindergärten für die Arbeiter, Sozialstationen, es werden Häuser gestellt und vieles mehr.

Viele Farmen unterstützen ihre Arbeiter mit großartigen Projekten und fördern damit die Eigenentwicklung und Selbstbestimmung. Spier, Solms Delta, Van Loveren, Cederberg, De Kraans oder Springfield um nur einige Weingüter aus unserem Portfolio zu nennen.

 

Manche Farmen, wie z. B. Bosman, Meerhof, Fish Hoek, Fairview legen noch eine Schippe drauf und produzieren nach Fairtrade Kriterien.

Bosman übernimmt Verantwortung für rund 260 Arbeiterinnen und Arbeiter und zeichnet sich durch Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen aus:

http://www.suedafrika-weinversand.de/magazin/bosman-family-vineyards-geht-mit-gutem-beispiel-voran.html

Meerhof hatte 2017 ein zusätzliches Augenmerk auf fünf Fairtrade Projekte: die Tageskinderstätte, der Männerabend, wo die hart arbeitenden Männer belohnt werden, die Frauen bekamen einen großzügigen Einkaufsgutschein, ein großer Sporttag für 4 Farmen und man sorgte für Weihnachtsgeschenke für alle Kinder.

 

Das Ziel von Fairtradeist es, einen bedeutenden Entwicklungsbeitrag zu leisten und die Arbeitsbedingungen der Menschen und Familien vor Ort zu verbessern.

Wir alle können ein bisschen dazu beitragen und den Fairtrade Produkten eine Chance geben! Vielen Dank!

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