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Es regnet nicht, sondern es hagelt!

Kristina Beuthner, fand ihre Liebe zum Wein, bei einem Glas deutschen Riesling Sekt. Seitdem ging ihre Karriere steil aufwärts und sie sitzt in vielen Verkostungsgremien der Welt. Hier teilt sie einige ihrer Gedanken über die südafrikanische Weinindustrie!

Der nationale Lockdown von 5 Wochen Exportverbot (was zu einem Verlust von Listings und Vertrauen in unsere Weinindustrie führte) und 19 Wochen lokalem Verkaufsverbot (20% allein im Jahr 2020) hat die südafrikanische Weinindustrie unter schwere finanzielle Belastungen gesetzt.

Südafrikas illegaler Alkoholmarkt macht jetzt 12% der 177-Milliarden-Rand-Industrie aus, und die Verkaufsverbote des Landes während der Pandemie haben diesen Handel angeheizt (sagt Euromonitor). Jeder verkaufte 4,5 Liter Alkohol ist illegal!

Die Zeitung Citizen fasst am 31. Mai 2021 die Zahlen von SALBA zusammen, alle im Zusammenhang mit den Alkoholverboten: 200200 gefährdete Arbeitsplätze in der informellen und formellen Wirtschaft des Landes; Umsatzverlust von 36,3 Mrd.Rand, BIP-Jahresverlust 51,9 Mrd.Rand; Steuerverluste für den Fiskus 29,3 Mrd. Rand.

Anfang dieses Jahres beschloss die Regierung eine Verbrauchsteuererhöhung von 8% auf Alkohol. Dieser Anstieg folgt auf einer 16%igen Lohn- und 15%igen Stromerhöhung, die auf Betriebsebene absorbiert werden muss.

FEDHASA schätzt, dass 30 % der Restaurants auf dem Höhepunkt des Lockdowns im vergangenen Jahr gezwungen wurden, zu schließen. Schon jetzt haben viele Restaurants/Hotels und sogar Einzelhändler zu kämpfen und stehen kurz vor der Schließung.


Schauen wir mal in die Welt:


Anfang April begann für die Weinwelt Frankreich ein Frostalbtraum, frühe Schätzungen der Regierung lauten, dass 30 % der Ernte 2021 vernichtet wurden. Aber das ist nicht alles. Tatsächlich hieß es: „Das Ausmaß dieses Einfrierens sowie die Auswirkungen von Covid und die wirtschaftliche Rezession, die landwirtschaftliche Betriebe und Winzer sehr anfällig macht“. Ein Satz von www.fr24news lautet: „Viele Winzer überzeugt die Weinökonomie schon seit einiger Zeit nicht mehr – auch in den guten Jahren. In „gefrorenen Jahrgängen“ macht sie überhaupt keinen Sinn.“

Beim jüngsten US-EU-Gipfel lag der Fokus wieder auf den Zöllen für Wein und Flugzeuge.

Die Weltwirtschaften sind miteinander verflochten und hängen voneinander ab.

Für Südafrika sind Weinexporte der drittwichtigste Exportartikel, sagt WESGRO (nach raffiniertem Erdöl und Zitrusfrüchten). Betrachtet man den Zeitraum Januar bis Dezember 2020, waren die südafrikanischen Weinexporte nach Großbritannien recht erfolgreich, zumal die Käufer insgesamt zu höherwertigen Weinen tendierten – insofern, als der Wert der verpackten Weine um 28% anstieg.

Zeit, sich neu zu fokussieren und motiviert zu bleiben:

Vinpro erklärte den Jahrgang 2021 zu „konstant hoher Qualität“ und die Ernte war ca. 8,9 % größer als 2020.

Zwei Winzeransichten:
 
Ian Naudé sagt: „Ich liebe die Vielfalt, die wir in Südafrika haben. Nicht nur die Menschen, sondern auch die Böden, das Mikroklima und die Weinsorten, die unter ihren ganz eigenen Bedingungen gedeihen… Sie repräsentieren jedes Jahr etwas anderes – was die Natur ihnen erlaubt“!

Marco Ventrella, www.kwv.co.za, hat in seinen „Erntebeginn und Saisontrends bis heute“ einige wundervolle Worte geschrieben, die er gebetsmühlenartig wiederholte „wir machen Wein“.

Es ist immer an der Zeit, für seine Rechte einzustehen und seine Meinung zu äußern – treffen Sie die Entscheidung und kämpfen dafür! Vinpro berät sich mit der Regierung, und obwohl wir wieder in Level 3 (mittlerweile leider sogar Level 4)  abgerutscht sind, wurde „die Umsetzung eines stärker risikobasierten Ansatzes beachtet“ (Weinkeller und die Tourismusbranche können geöffnet bleiben). Es gibt einige Anstrengungen zwischen Wirtschaft und Regierung, um die Schwierigkeiten zu überwinden und zusammenzuarbeiten!


Andere Blickwinkel einnehmen:

„Ich denke nicht in Jahren, sondern in Generationen“, weise Worte von Eric Heerema von Nyetimber Vineyards, Sussex, England. Das ist auch eine Strategie für Ihre Mitarbeiter: Nicht kündigen, sondern rotieren. Oder setzen Sie ihre Fähigkeiten um.

Vivino, Heini Zachariassen, sagte kürzlich in einem Vortrag bei Vinexpo online: Seien Sie freundlich mit Ihrer Konkurrenz und arbeiten Sie in einigen Fällen zusammen, um südafrikanische Weine zu fördern und stärker zu machen!

Diese Ansätze sind wichtig und nötig, um die südafrikanische Weinindustrie aus ihrem Tief zu katapultieren!

 

 

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