João Portugal Ramos, Alentejo
João Portugal Ramos gilt als einer der stilbildenden und wichtigsten Weinmacher Portugals.
Er ist als beratender Önologe zahlreicher Weingüter und Kooperativen in
allen Weinbaugebieten Portugals tätig. Wie kein anderer hat er so die
Entwicklung des portugiesischen Weinbaus der jüngeren Vergangenheit
geprägt. Kein Wunder, dass ihn die renommierte Weinzeitschrift „Revista
de Vinhos“ 2002 zum wiederholten Mal zum „Weinmacher des Jahres“
wählte.
Auf seinem 1998 erbauten Weingut „Monte de Caldeira“ nahe Estremoz
erzeugt Ramos nun seine eigenen Weine und gilt für viele Weinliebhaber
geradezu als Synonym für die Weine des Alentejo. Sorgfältig gepflegte
Rebstöcke, Wissen, moderne Technik, Tradition und Intuition stellen die
Grundlagen der Erzeugung von Spitzenweinen dar. Ramos baut autochthone
aber auch internationale Rebsorten an, verarbeitet diese mit modernsten
Kellertechniken, das beste Traubengut jedoch lässt er noch traditionell
mit den Füßen stampfen. Auf der von dem US-Magazin „Wine and Spirit“
als Kellerei des Jahres 2002 gewählten Weingut erzeugt Ramos Cuvées,
darunter der schon beinah legendäre „Marquês de Borba Reserva“ und
rebsortenreine Weiß- und Rotweine aus traditionellen portugiesischen
Rebsorten.
Die Weine sind kraftvoll, aber trotzdem weich, finessbetont, fruchtig und früh trinkreif.
Dirk van de Niepoort
Das Tal des Douro: Trotz der Terrassierung der bis zu 600 Meter
aufragenden Wände eine der wildesten Weinlandschaften der Welt. Im
Keller der Quinta zieht Dirk van der Niepoort eine Fassprobe,
schnüffelt, dreht den Wein im Mund und spuckt ihn auf den mit feinen
Kieseln bedeckten Kellerboden. "Etwas viel Tannin. Genau richtig!"
Der Wein ist eine von vielen Partien, aus denen später der Redoma
komponiert wird, ein Wein, den die internationale Fachpresse zu den
besten portugiesischen Rotwein zählt. Niepoort gilt als Meister im
Blending, im Verschnitt. Obwohl seine Kellerei, die Niepoort Vinhos SA
zu den renommiertesten Portweinhäusern gehört, ist das, was bei seinen
Bemühungen herauskommt kein Port.
Bereits seit 1987 bestimmt Dirk van der Niepoort im 1842 gegründeten
Familienunternehmen wo es lang geht: Steil nach oben! Seine Portweine
werden schon seit langem mit Höchstnoten bedacht und seine Late Bottled
Vintages oder auch die Vintage Port seiner Quinta do Passadouro sind
Pflicht für jeden Portweinfreund. Und jetzt? Kein Port mehr?
So weit geht Niepoort natürlich nicht, aber neben seinen nach wie vor
herausragenden Ports produziert er eben seit einigen Jahren auch weiße
und rote Tafelweine, die unter dem Namen Redoma vermarktet werden.
Natürlich wurden am Douro schon früher Tafelweine gekeltert. Aber die
waren aus dem gemacht, was bei der Portweinproduktion übrig blieb und
für den Eigengebrauch gedacht. Ansonsten gab es Port und sonst gar
nichts. Susana Esteban von der Quinta da Casa Amarela dazu: "Unsere
Eltern wären nie auf die Idee gekommen, an diesem Zustand etwas zu
ändern."
Niepoort
selbst begann vor etwa zwölf Jahren mit seinem Redoma und andere
Jungwinzer folgten. Sie alle machten Weine eines Typs, den es sonst
nirgendwo gibt. Denn auch bei trockenem Ausbau bleibt im Abgang immer
der typische Geschmack der klassischen Portweintrauben spürbar. Das
sind über zwanzig, zum Teil uralte Sorten, von denen seit jeher immer
mehrere zusammen im gleichen Weinberg stehen.
Das ergibt Mischungen, die für absolute geschmackliche Eigenständigkeit
nicht nur der Portweine, sondern auch der trockenen Tafelweine sorgen.
Gerade die unterschiedliche Sortenzusammensetzung in den verschiedenen
Lagen bewirken dabei, dass sich die trockenen Douroweine bei gleich
bleibendem Grundcharakter deutlich voneinander unterscheiden. Niepoort
verzichtet beispielsweise bei seinem Redoma ganz auf die Malvasia Fina,
andere setzen sie bewusst ein.
Casa de Sabicos
Sabica war eine kluge, unbeirrbare Dame, die in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts lebte. Sie war der Kopf einer großen
landwirtschaftlichenDynastie im Alentejo, die Millionen Hektar Land ihr
eigen nannte. Neben Getreide und Viehzucht galt dem Wein Sabicas ganz
besondere Leidenschaft und ein kleiner Wettstreit innerhalb der
Familie: Jedes ihrer acht Kinder hatte eine eigene Weinkellerei und
wetteiferte mit der Mutter, um den besten Tropfen. Die Philosophie, die
Sabica ihren Kindern auf diese Weise mit auf den Weg gab, lautete:
Finde deinen eigenen Weg. Graça Ramalho, eine Urenkelin von Sabica, hat
ein paar Umwege gebraucht, bis ihr Leben sich eng mit dem Wein
verbunden hat. Die ersten 25 Jahre ihres Berufslebens unterrichtete sie
angehende Lehrer an der Universität. Als Graças Vater Mitte der 90er
Jahre starb, gab es trotzdem nicht den leisesten Zweifel, was sie tun
würde: Als einziger Nachkomme übernahm sie selbstverständlich seine
Weinberge und setzt nun die Familientradition fort.
Graça Ramalho knüpft an die Tradition ihrer Urgroßmutter wieder
an,Weine nicht nur anzubauen, sondern auch selbst zu keltern. Ihr Vater
hatte seinenWein zeitlebens nach der Ernte in eine der großen
Wein-Genossenschaften gebracht. Graça ganzer Ehrgeiz gehört dem Aufbau
einer eigenen Kellerei.
Die Ernte von 2004 ist die erste, die die Urenkelin Sabicas unter dem
eigenen Dach keltert. Bis dahin verarbeitet Paulo Laureano, einer
derangesehensten Oenologen Portugals, ihre Trauben in der Kellerei
ihres Nachbarn, der Herdade da Calada.
Auch im Hinblick auf die Rebsorten, die angebaut werden, bleibt Casa da
Sabicos der Tradition treu. Es sind überwiegend alte portugiesische
Trauben, dieauf diesen Weinbergen wachsen, wie Aragonês, die im Norden
Portugals auch Tinta Roriz genannt wird, oder Trincadeira, die sehr
duftige Rotweine ergibt.
Die Pflege der Rebstöcke liegt übrigens schon jetzt in der Hand von Miguel, einem der Söhne von Graca Ramalho.
Casa de Sabicos rot
Dieser Regionalwein aus dem Alentejo ist ein Cuvée, bei
dem die Rebsorten Aragonês und Trincadeira die Ton angeben.
Dem kräftigen Rotwein, der nach schwarzen Waldfrüchten und
Pflaumen duftet, wurde eine Reifezeit von sechs Monaten in
neuen französischen Eichenfässern gegeben. Das Ergebnis ist ein
fein ausgeglichener Wein mit gut eingebundenen Tanninen und
einen Nachhall mit Anklängen von pfeffriger Bitterschokolade.
Casa de Sabicos Escolha 2001
Die Lagerungsfähige portugiesische Rebsorte Aragones dominiert
diesen Rotwein, der mit einem Aroma aus schwarzen Beeren,
Pflaumen und Anklängen von Bitterschokolade verführt.
Der Escolha (sprich: Eschkolja) reifte 12 Monate in neuen Eichenfässern
und weitere sechs Monate in der Flasche, ehe er das Weingut verließ.
Das Ergebnis ist ein charaktervoller Wein, bei dem die Tannine harmonisch
eingebunden sind. Sein langer vollmundiger Abgang ist ein Genuss.
Ermilinda Freitas
„Ohne Oma Ermelindas Zustimmung hat der Großvater niemals etwas entschieden.“
Damit lag es auf der Hand, dass das Weingut nach seinem Tod Anfang der
90er Jahre nach Ermelinda benannt wurde. Die alte Dame ist heute 73
Jahre alt und lebt mit ihrer Tochter Leonor, die das Weingut in der
vierten Generation betreibt, und der 18jährigen Enkelin Joana, die es
eines Tages übernehmen wird, unter einemDach.
Und natürlich wird auch heute noch keine Entscheidung getroffen, ohne
Ermelinda anzuhören. Die Enkelin Joana war drei Jahre alt, als sie
ihrem Großvater das erste Mal bei der Ernte helfen durfte. Die
Weinernte ist die Zeit des Jahres, die auch die erwachsene Joana über
alles liebt. Dass der Schreibtisch ihrer Mutter lange Zeit das
Wohnzimmer dominierte, hat sie nie gestört. Keine Frage, dass sie und
nicht ihr älterer Bruder eines Tages an der Spitze des
Familienunternehmens stehen wird. Leonor Freitas ist überzeugt:
„Im Weingeschäft sind weibliches Gespür und weibliche Intuition eine gute Grundlage für Erfolg.“
Die Weinfelder der Familie Freitas erstrecken sich in der leicht
geschwungenen Ebene der Terras do Sado so weit das Augen blicken
kann.145 Hektar sind es heute.
Manche Weinstöcke der für diese Region typischen Castelão-Traube sind über 50Jahre alt.
Sie werden handgelesen und zum Teil noch mit den Füßen zertreten, weil
die Vergärung damit sanfter eingeleitet wird. Alle paar Jahre entsteht
so ein wirklich großer Wein, der Leo d’Honor
Garrafeira. Rund eine Million Liter Wein, überwiegend rot, produziert
das Weingut unter der fachlichen Leitung des international renommierten
Oenologen Jaime Quendera jährlich.
Leonor Freitas ist stolz darauf, seit ein paar Jahren gut die Hälfte
davon selbst abfüllen zu können.Wenn der großzügige Neubau des
Weinunternehmens fertig ist, werden der Schreibtisch endlich aus dem
Wohnzimmer und auch die Weinfässer aus dem Schlafzimmer der Großmutter
verschwinden.
Terras do Pó rot
Übersetzt heißt Terras do Pó (sprich: Terrasch do Po) Land
des Staubes, was auf den sandigen Boden hindeutet. Der sortenreine
Regional-Wein der Castelão Francês-Traube besticht
durch die für diese Rebe typische granatrote Farbe. Seine
fruchtigen Aromen erinnern an Johannisbeeren. Ein Wein für
1000 Gelegenheiten!
Quinta da Mimosa rot
Rund 30 Jahre alte Rebstöcke liefern die Früchte dieses
sortenreinen Castelão Francês-Weines, ein D.O.C.-Palmela-
Wein. Der im Barrique ausgebaute Quinta da Mimosa (sprich:
Kinta da Mimosa) verführt mit seinen beerigen Aromen. Er
wirkt am Gaumen wunderbar weich und voll.
Quinta da Alorna
D. Pedro de Almeida,Vizekönig der portugiesischen Gebiete in Indien,
eroberte in seinem Herrschaftsgebiet zu Beginn des 18. Jahrhunderts die
Festung von Alorna. Zurück in Portugal wurde ihm daraufhin der Titel
des Marquis von Alorna verliehen. So kam diese Quinta, wie Weingüter in
Portugal genannt werden, rund 60 Kilometer nordöstlich von Lissabon zu
ihrem Namen: Quinta da Alorna.
Schon damals ließ D. Pedro de Almeida die ersten Weinstöcke anpflanzen.
Bis heute ist die Quinta da Alorna im Besitz der Nachkommen von Manuel
Caroça, der das rund 2800 Hektar große Anwesen samt wunderschönem
Herrenhaus 1918 kaufte. Pinien, Kork und Eukalyptus-Bäume beanspruchen
die größte Fläche dieses landwirtschaftlichen Großbetriebes.
Doch die Weinreben sind der Augapfel des geschäftsführenden Direktors,
Nuno Cancela de Abreu. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei
diesem fast englischen wirkenden Gentleman um einen passionierten
Oenologen, der zuvor für bekannte Portwein-Produzenten gearbeitet hat
und selbst auf einem Weinberg im Norden Portugals aufgewachsen ist.
Rund
die Hälfte des Weines möchte Nuno Cancela de Abreu künftig exportieren.
Unterstützt wird er dabei von seinem Cousin João Cancella de Abreu, der
die Marketing- und Export-Abteilung des Alorna-Weines leitet. Die
Abreus setzen hierzu vor allem auf Rebsorten, wie Touriga Nacional, die
edelste portugiesische Rotweinrebe und die traditionelle Trincadeira
oder Tinta Roriz, die in südlicheren Anbaugebieten auch Aragonês
genannt wird.
Indem er alten portugiesischen Trauben den Vorzug gibt, bleibt der
45jährige Oenologe Nuno Cancela de Abreu der traditionellen Linie des
Hauses Alorna treu. Auch dass er die Weinkellerei komplett modernisiert
und viele alte Tanks durch Eichenfässer ersetzt hat, war sicher nicht
schwierig
durchzusetzen. Eine kleine Revolution ist dagegen seine erklärte
Absicht, integrierten ökologischen Anbau einzuführen. Doch
Entscheidungsprozesse,
bei denen nicht sofort alle an einem Strang ziehen, ist der Spross einer 11köpfigen Familie Gottseidankgewöhnt.
Portal da Águia rot
Der D.O.C.-Wein aus dem Ribatejo funkelt rubinrot. Er
wurde aus den Rebsorten Castelão,Trincadeira und Baga
gewonnen und vier Monate in Eichenfässern gelagert. Der
Portal da Águia überzeugt mit Aromen reifer Früchte, einer
feinen Holznote und einem angenehm weichen Abgang.
Quinta da Alorna Reserva 2002
Dieser fruchtige körperreiche Weißwein verdankt seinen edlen
Geschmack den Rebsorten Chardonnay und Arinto.
Für einen Vinho Regional ist dieser Reserva ein sensationeller Tropfen.
Er zeigt eine glanzklare helle goldgelbe Farbe auf . Sein Duft erinnert
an exotische Früchte. Am Gaumen überzeugt er mit einer vollmundigen
ausgewogenen Struktur. Er ist weich gleichzeitig aber auch frisch und
würzig und verfügt über einen sehr langen Abgang.
Portal da Aguia 2002
Ein Wein mit ausgeprägter Persönlichkeit.
Das Bouquet frisch, angenehm, trocken mit delikatem Körper.
Der Geschmack fruchtig mit Zitrusaromen, im Abgang klar und lebhaft.
Er ist ein frischer und angenehmer Begleiter zu vielen Speisen bei dem
die außerordentlichen Qualitäten der Arinto Traube voll zur Geltung kommen.
Quinta da Alorna Colheita Tardia 2001
Eine prächtige goldfarbene Spätlese, bemerkenswert voll und ausgewogen.
Für 12 Monate in französischer und amerikanischer Eiche ausgebaut.
Die süße, harmonische Fülle von Honig und Mandeln steht auf einem
gute Säure-Gerüst und schon der Duft wirkt äußerst verlockend.
Pegões
Auf wie viele verschiedenen Arten Wein gelagert werden kann, dafür ist
die Cooperativa Agricola de Santa Isidro de Pegões ein sehr
anschauliches Beispiel. Die alten Balões, die kugelförmigen
Beton-Tanks, die bis heute zur Fermentierung des Regionalweines genutzt
werden, leuchten neben dem Haupthaus in der Sonne. Moderne
Stahlbehälter glänzen im Neubautrakt des Hauses um die Wette. Im alten
Teil der Winzergenossenschaft läuft man über riesige, in den Boden
eingelassene Wein-Tanks, die mit rubinroten Bullaugendeckeln
verschlossen sind. Und im Keller fehlen selbstverständlich auch die
Eichen-Barriques nicht. An der Spitze der Cooperative, die Tradition
und Moderne so gut zu verbinden weiß, steht seit vielen Jahren Mario
Figueiro, ein Bauer kurz vor dem Ruhestand, der sein ganzes Leben im
Wein verbracht hat. Schon als Jugendlicher weihte sein Vater ihn in die
Geheimnisse des Zuschnitts der Reben ein. Eine alte Weisheit, die er
immer beachtet hat: „Wer im März schneidet, beschneidet seinen
Geldbeutel.“
Die
rund 150 Weinbauern der Winzergenossenschaftkonzentrieren sich in
erster Linie auf die granatrote portugiesische Castelão-Traube, bauen
aber auch weiße Reben, wie die Fernão Pires an. Über sechs Millionen
Kilo Trauben haben die Landwirte nach der letzten Ernte insgesamt auf
dieWaage gebracht. Darüber, dass daraus in der Kellerei gute Weine
entstehen, wacht der Oenologe Jaime Quendera. Bevor er zum
Chefweinmacher aufstieg, arbeitete der 36jährige in der Cooperative
vier Jahre lang mit João Portugal Ramos zusammen, einem der großen
Weinmacher Portugals mit internationaler Reputation. Kein Wunder, dass
sowohl die Weiß-, als auch die Rotweine der Cooperativa Agricola Santo
Isidro de Pegões alljährlich mit internationalen Preisen ausgezeichnet
werden.
Adega de Pegões weiss
Dieser frische Terras do Sado-Regionalwein wurde aus den
Rebsorten Fernão Pires, Moscatel,Tamarez und einem kleinen
Anteil Arinto gekeltert. Die portugiesische Wein-Zeitschrift
"Revista de Vinhos“ hat den Adega de Pegões (sprich Pegeusch)
2002 als besten Weisswein prämiert.
Fontanario de Pegões rot
Sattes Granatrot zeichnet diesen Wein aus, der nach Kirschen
duftet und mit feinen Anklängen von Vanille verführt. Ein
sortenreiner Castlão Francês-Wein mit samtigem Charakter, bei
dem die Tannine gut eingebunden sind.
Adega de Pegões
Colheita Seleccionada rot
Dieser vielfach höchstprämierte Wein wurde aus den
Rebsorten Touriga Nacional und Cabernet Sauvignon gekeltert
und mindestens sechs Monate in französischen Eichenfässern
ausgebaut. Seine Beerenaromen sind mit einer feinen Holznote
unterlegt. Ein großer Wein, der mit Eleganz und harmonischem
Nachklang überzeugt.
Luis Pato
Der Weinanbau hat in der Familie Pato eine lange Tradition. Seit dem
18. Jahrhundert haben die Vorfahren von Luis Pato Weinreben kultiviert.
Sein Vater João war der erste Weinbauer in der Region Bairrada, der auch die Flaschenabfüllung selbst übernommen hatte.
Luis, der Sohn, steht ihm in Nonkonformität und
Pioniergeist in nichts nach. Und er lässt auch seiner 28jährigen
Tochter Filipa den Freiraum, sich als Oenologin unter seinem Firmendach
mit eigenwilligen Ideen selbst zu verwirklichen.
So wie der alte Landsitz und die high-tech-moderne
Firmenzentrale ineinander übergehen, so versteht es Luis Pato auch bei
den Weinen, eine Allianz zwischen altem Wissen und moderner Technologie
einzugehen. Der ganze Ehrgeiz des studierten Chemikers gilt der
Entwicklung von Weltklasse-Weinen aus der im Bairrada vorherrschenden
roten Baga-Rebe.
Über seinen Erfolg wacht wie ein guter Geist seine
Mutter, die 77jährige Maria Teresa Pato, die in dem gesamten Anwesen
morgens die Türen öffnet und abends das letzte Fenster schließt.
Über
60 Hektar Land bewirtschaftet die Familie Pato, vor allem der
lagerfähigen und farbintensiven Baga-Traube gewidmet. Der sandige Boden
seines Familienbesitzes macht es Luis Pato nicht leicht, erstklassige
Weine zu erzeugen. Glücklicherweise brachte auch seine Frau, Dona Rosa
Maria,Weinberge in das Unternehmen ein – und zwar solche, die mit
fruchtbarem Lehm-Kalk-Boden gesegnet sind. Luis Pato hat den Weinkeller
seiner Familie fast revolutionärmodernisiert. Heute ist er in der Lage,
die Fermentierung seiner Weine durch Temperatur- Kontrolle genauestens
zu überwachen. Gleichzeitig wendet er bei der Vergärung auch Methoden
an, die Jahrhunderte alt sind.
Vor der Pressung entfernt Luis Pato im Unterschied zu den meisten
Kollegen bei den Rotweinen die Trauben von den Stielen und Blättern.
Ziel all seiner Bemühungen ist die Kreation von Weinen in modernem Stil
– ohne dabei den Charakter der traditionellen portugiesischen Rebsorten
zu negieren.
Luis Pato Vinhas Velhas weiss
Dieser frische Weißwein wurde aus Trauben von einigen
der ältesten Bical-, Cercial und Sercialinho-Reben des Weingutes
gekeltert. Der Luis Pato Vinhas Velhas (sprich: Luisch Pato
Vinjasch Veljasch) ist ein fruchtiger Wein, der nach Aprikosen
und einer feinen Apfelnote duftet und am Gaumen mit nicht
zu viel Alkoholgehalt und einer angenehmen Säure überzeugt.
Luis Pato Quinta do Moinho rot
Für den sortenreinen Baga-Wein wurden die Trauben ohne
Stiele und Blätter gekeltert und lagerten in teilweise neuen
Eichenfässern. Der Quinta do Moinho (sprich: Kinta do Mo-injo)
zeichnet sich durch intensive Wildbeerenaromen, reichen
Tanningehalt und einen samtigen Nachklang aus. Ein großer
portugiesischer Rotwein mit enormem Entwicklungspotential.
Quinta de St. Julia
„Ich
überlasse Dir meine kleine Oase, der ich mein ganzes Leben gewidmet
habe.“ Seine Tante vererbte Eduardo da Costa Seixas mit diesen Worten
ihr märchenhaftes Anwesen mit erhabenem Blick über das Douro-Tal. Der
Nachkomme der portugiesischen Königsfamilie hält das verwunschene
Herrschaftshaus, die gepflegten Gärten,Weinberge und Olivenhaine
rundherum so liebevoll in Ehren, wie die Tante selbst es kaum besser
hätte tun können.
Eduardo da Costa Seixas kann das Leben seiner Familie im Douro-Gebiet
mehr als 500 Jahre zurückverfolgen.Vinha do Romezal heißt der Rotwein,
der damals wie heute auf der Quinta de Santa Júlia hergestellt wird.
Das Herrschaftshaus entstand im 17. Jahrhundert und bietet heute neben
dem Besitzer auch einer Handvoll Gästen erlesene Unterkunft. Eine alte
Weinbauern-Weisheit, die Eduardos Großvater ihm mit auf den Weg gab,
lautet:
„Wein, den man zu früh erntet, ist ebenso wenig bekömmlich, wie Reis, den man zu früh vom Herd nimmt.“
Es kostet sicher keine Überwindung, den Blick über die Weinterrassen
schweifen zu lassen und dem Wein im Douro-Tal ein wenig länger beim
Wachsen zuzuschauen.
Bevor er das Landgut der Tante übernahm, hat Eduardo da Costa Seixas
für einen der renommiertesten Portwein-Produzenten Portugals
gearbeitet.
Um auch beim Wein zur Spitze zu zählen, holte er sich mit Anselmo Mendes einen ausgezeichnetenOenologen ins Haus.
Die fünf Pferde und sieben Kühe, die
das alte Landgut beherbergt, mussten ihren abgestammten Platz jüngst
verlassen. Ihr Stall wird jetzt zu einem modernen Weinkeller mit
Flaschenabfüllanlage umgebaut.
Rund ein Drittel des 70 Hektar großen Anwesens auf den Berghängen über
dem Douro ist dem Weinanbau gewidmet.Touriga Franca, das rote
Aushängeschild der Douro-Region, wird
hier ebenso angebaut, wie die traditionsreiche Rebsorte Tinta Roriz,
die im Süden Portugals auch Arangonês genannt wird. Zeuge davon, dass
im Douro-Gebiet der Portwein zu Hause ist, sind die riesigen, fast 200
Jahre alten Portweinfässer, die auf der Quinta de Santa Júlia bis heute
ihren Dienst tun.
Vinha do Romezal rot
Der Klassiker der Quinta Santa Júlia wurde aus den Rebsorten
Tinta Roriz,Tinta Barroca und Touriga Franca gekeltert.
Dieser vollmundige D.O.C.-Wein aus dem Douro verströmt
ein elegantes Aroma aus gereiften Früchten mit
einem Hauch von Vanille.
Santa Júlia Reserva rot
Dieser tiefrote Wein wird aus der Rebe Touriga Nacional
und einem Drittel Tinta Roriz-Trauben gewonnen.Verarbeitet
hat man nur die von den Stielen befreiten Trauben, die in
französischen Eichenfässern sechs Monate reifen durften. Ein
strukturreicher, ausgewogener Wein, der 2002 als einer der
besten Weine Portugals ausgezeichnet wurde.
Late Bottled Vintage 1999 Portwein
Beim Late Bottled Vintage-Verfahren wird der Portwein
vier bis sechs Jahre nach der Traubenlese in Flaschen abgefüllt,
wodurch er schneller rund und sanft wird als der
Vintage-Port. Dieser charaktervolle Portwein verführt mit
Aromen von Sauerkirsche und roter Johannisbeere sowie
einem eleganten Abgang.
Calheiros Cruz
Madalena
Calheiros Cruz ist eine Frau, deren Standfestigkeit bewundernswert ist.
Aufgaben, die das Leben ihr stellt, nimmt sie an, auch wenn sie sich
das Leben eigentlich anders vorgestellt hat. So kommt es, dass die
portugiesische Modefachfrau und Boutique-Besitzerinheute zugleich der
Boss mehrerer Weingüter und einer Kellerei für Port- Carlos ihr
hinterließ, der viel zu früh gestorben ist. und Rotweine ist. Ein Erbe
und eine Aufgabe, die ihr Mann José
„Sein Projekt ist auch mein Projekt“, lautet Madalenas Devise.
Und
was die 46jährige anfasst, macht sie mit vollem Einsatz und eigenem
Stil, sieben Tage die Woche. Zuerst verpasste sie denFlaschenlables ein
neues Design. Dann holte sie Anselmo Mendes, einen der besten
portugiesischen Oenolegen, ins Haus und entwickelte gleich drei neue
Rotweine. Die Energie dazu liefert ihr nicht zuletzt das selbst
gesteckte Ziel:
„Wenn unser Sohn die Familientradition meines Mannes aufnimmt, wird die
Weinkellerei Calheiros Cruz ebenso zu den Spitzenunternehmen zählen,
wie zu Josés Zeiten.“
Viele der Rebstöcke, die unter der fachlichen Aufsicht des Oenologen
Anselmo Mendes auf den Weinterrassen der Familie Calheiros Cruz wachsen
und gedeihen, sind mehr als 80 Jahre alt.Angebaut werden in erster
Linie traditionelle portugiesische Rebsorten wie Tinta Roriz, die im
Süden Portugals auch Aragonês genannt wird, die sehr aromatische und
lagerfähige Touriga Nacional oder die im Douro dominierende Touriga
Franca. José Carlos, der von seiner Familie vor rund 20 Jahren nur
einen kleinen Weinberg übernommen hatte, konnte seinen Landbesitz mit
der Produktion erstklassiger Portweine schnellvergrößern.
Heute sind es 40 Hektar Weinreben, die in der modernen, von Madalena
Calheiros Cruz weiter ausgebauten Kellerei zu Port- und Rotwein
verarbeitetwerden. Edelstahltanks, in denen die Temperatur während der
Gärung kontrolliert werden kann, tragen zur Entwicklung hochwertiger
Weine ebenso bei, wie die Eichenfässer, in denen die besten von ihnen
gelagert werden.
Calheiros Cruz Colheita rot
Die fruchtigen Noten haben sich mit den feinen Holznuancen
des Calheiros Cruz Colheita (sprich: Kaljerosch
Krusch Koljeta) zu einem eleganten Aroma verbunden. Bei
dem D.O.C.-Wein aus dem Douro vereinen sich Tannine
und Frucht zu einem harmonischen Abgang.
Calheiros Cruz Reserva 2000 rot
Dieser Wein überzeugt mit einer samtigen Mischung aus
Brombeeraromen und eleganten Holznoten. Die Cuvée der
Rebsorten Touriga Nacional & Tinta Roriz,
wurde in französischen Eichenfässern ausgebaut. Der Calheiros
Cruz Reserva 2000 ist ein harmonisch
ausklingender Wein, der schon erste Reife zeigt.
Anselmo Mendes
Die
Ehrfurcht vor dem Charakter einer Rebe, der auch bei der Arbeit im
Weinkeller nicht verfälscht werden darf, hat Anselmo Mendes von
seinemGroßvater mit auf den Weg bekommen. Seine Familie gehörte zu den
ärmeren Weinbauern im Minho, der Region im äußersten Norden Portugals.
AnselmoMendes arbeitete zunächst fast zehn Jahre als Oenologe im Dienst
anderer Weinproduzenten.
1997 wurde er dafür von der portugiesischen Fachzeitschrift „Revista de Vinhos“ als Oenologe des Jahres ausgezeichnet.
Mit diesem Erfolg im Rücken kaufte der Oenologe in der Nähe seines
Elternhauses seinen ersten kleinen Weinberg.Weil Anselmo als
vielgefragter Experte nach wie vor auch andere Weingüter berät, kümmert
sich in der alltäglichen Arbeit vor allem sein Bruder um den eigenen
Wein.
Anselmo Mendes ist sowohl in der Rot- und Portwein-Region Douro, als
auch im weißweindominierten Minho und sogar in Spanien fachlich
beratend unterwegs. Egal, wo er den Tag verbringt, sein oberstes Ziel
ist stets,, dem authentischen Charakter jeder Traube und jedes
Weinbergs auf die Spur zu kommen und zu seiner vollen Entfaltung
beizutragen.
In
der Arbeit mit seinen eigenen 7 Hektar Wein genießt Anselmo Mendes es,
etwas freier experimentieren zu können, als er es als Berater auf
derzeit gut einem Dutzend anderer Weingüter je tun würde. Jedes Jahr
wagt der Oenologe, der zu Hause ausschließlich die weiße
Alvarinho-Rebe, die Königin der Minho-Region, anbaut, etwas Neues.
2002 hat er zum Beispiel weißen Wein nach der Ernte auf die gleiche
Weise behandelt, wie man sonst nur mit roten Trauben umgeht: Er hat die
ganze Frucht, mitsamt der Schale verarbeitet.
Von manchen Menschen, wie zum Beispiel seinem Vater, wurde Anselmo
Mendes für solche Experimente schon für ziemlich verrückt erklärt.
Doch die ganze Leidenschaft des
40jährigen gehört dem Wein und in dieser Passion lässt er sich auch
nicht beirren. Die Preise, mit denen er und seine Weine ausgezeichnet
werden, geben ihm recht: 2002 wurden gleich 12 der von Anselmo Mendes
kreierten Weine als die besten des Jahres
2001 in Portugal prämiert.
Muros Antigos weiss
Dieser Vinho Verde D.O.C.-Wein wird zu 100 Prozent aus
der Alvarinho-Rebe gekeltert. Anselmo Mendes verarbeitet für
den Muros Antigos (sprich: Murosch Antigosch) nur den Most
und die erste Pressung der von den Stielen befreiten Trauben.
Das Ergebnis ist ein eleganter, ausdrucksstarker Weißwein mit
feinen Nuancen tropischer Früchte und langem Nachklang.
Quinta do Carmo
Das Weingut Quinta do Carmo liegt im Herzen der Iberischen Halbinsel, im Gebiet Alentejo, 200 km östlich von Lissabon. Einst gehörte das im 14. Jh. erbaute Gut der portugiesischen Königsfamilie,
nach mehreren Revolutionen diente es eine Zeit lang als Nonnenkloster.
Seit Generationen befindet sich das palastähnliche Anwesen nun in den
Händen der Familie Bastos, die seit 1992 eine Partnerschaft mit den Domaines Barons de Rothschild (Lafite)
eingegangen ist.
Der Ursprung der grossen Kellereien der Region Alentejo reicht bis in die Zeit des römischen Reichs zurück.
Es waren nämlich die Römer, die damals diese weitgestreckten
Landwirtschaftsbetriebe (latifundia) anlegten und dort Weizen, Hafer,
Olivenbäume und Wein anbauten. Auch wenn auf den fruchtbarsten Böden
immer noch Getreide kultiviert wird, stellen diese sonnengebadeten
Hügel ein geradezu ideales Terrain für den Weinbau dar. So kommt es,
daß dort die Weinreben nach und nach immer mehr an Boden gewinnen, auch
wenn die Olivenbäume und Korkeichen eine immer noch sehr starke
Position besitzen. Bei dem Gut La Quinta ist es nicht anders. Es
umfasst insgesamt 1.000 Hektar, zu denen neben den Rebflächen 100
Hektar Olivenhaine, 250 Hektar Getreideacker, 350 Hektar Korkeichen und
150 Waldgrund gehören.
Am Ende des 17. Jahrhunderts liess Don Joao IV, der für seinen Hof
einen diskreten und ruhigen Zufluchtsort mit einer gewissen Distanz zur
Königsstadt Estremoz suchte, dort einen großen Landsitz im Barockstil
erbauen sowie eine Kapelle, die der Notre Dame do Carmo geweiht wurde.
Der Monarch der Restauration von Portugal, der Wiedereroberung der
nationalen Unabhängigkeit im Jahre 1640, kannte den stillen Charakter
dieser Gegend wahrscheinlich sehr gut – er wurde nämlich nur wenige
Kilometer entfernt in Vila Viçosa geboren. Von den königlichen
Besitztümern und dem Leben am Hofe sind heute nur noch das große Haus,
Casa do Carmo, und das Gut La Quinta übriggeblieben. Rund um die
Herdade das Carvalhas angelegt, wird das Gut später Quinta do Carmo
genannt.
Im
20. Jahrhundert ist die Quinta do Carmo schon seit mehreren
Generationen im Besitz der Familie Bastos. Auch wenn die Weine in den
80er Jahren in Portugal sehr beliebt sind, liegt der Weinberg von 70
Hektar im Sterben. 1992 ruft Julio Bastos die Domaines Barons de
Rothschild (Lafite) zu Hilfe, um sein Gut wieder in Schuss zu bringen.
Das Ziel ist es, einerseits die tausendjährige Weinbautradition des
Alentejo mit dem Fachwissen der Teams der Domaines zu verbinden,
andererseits, die traditionellen, sehr ausdrucksstarken Rebsorten des
Weinberges mit neuen Reben zu kombinieren. Dadurch soll der Wein an
Komplexität und Eleganz gewinnen. Auf diese Weise soll das Gut
wiedererstarken und international neues Ansehen gewinnen.
Ein frischer Wind zieht über den Weinberg. Die alten Rebstöcke werden
erneuert und neue Plantagen angelegt. Von nun an werden systematisch
Erziehungsformen verwendet und der Ertrag absichtlich limitiert. Dank
der sorgfältigen Auswahl der Lagen und des herrschenden Mikroklimas ist
es nicht nötig, Bewässerungstechniken einzusetzen. Neue Rebsorten wie
Cabernet Sauvignon et Syrah werden mit den traditionellen Sorten der
Gegend kombiniert. Zudem wird viel in die Kellereien der Herdade das
Carvalhas investiert. Dazu zählt der Bau eines neuen Weinkellers und
der Kauf von Edelstahltanks, die mit Temperaturkontrolle und
pneumatischen Pressen ausgestattet sind. Inzwischen ist die Quinta do
Carmo Teil der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) und hat einen
neuen Partner, José Bérardo. Der Weinberg umfasst nun 150 Hektar und
reift immer mehr heran. Dieser Neuanfang zeigt sich zu aller
Zufriedenheit mit den Jahrgängen 2000 und 2001, bei denen die Synthese
von Terroir und anerkanntem Fachwissen zu einzigartigen Weinen geführt
haben.
Quinta do Corujao
Erst mit 62 Jahren ging für António Batista ein lange gehegter Traum
in Erfüllung: Er konnte seine eigene Adega, seine eigene Weinkellerei,
in Betrieb nehmen. Dafür hat der hochgewachsene Senhor ein Leben lang
gearbeitet, jedenfalls während der Zeit seines Lebens in Portugal. Den
ersten Teil seiner Erwerbstätigkeit verbrachte António in der Kolonie
Angola. Er kam - wie so viele Portugiesen mit ihm - nach der Revolution
in Portugal 1975 mit nicht viel mehr als den Kleidern, die er trug,
nach Hause zurück.
Seine Eltern bauten damals auf ihrem 12 Hektar großen Landgut vor allem
Obst und Gemüse, aber nur ein wenig Wein an - und den wild gemischt,
Stöcke einer Rebsorte neben denen einer anderen. Erst António Batista,
der anfangs nur wusste, wie ein guter Wein schmecken muss, machte eine
Kultur daraus. Er ging dabei so fachkundig und besonnen zu Werke, dass
er heute, im Alter von 75 Jahren, zu den angesehensten Wein-Produzenten
im ganzen Dão gehört. Und keine Sorge, ans Aufhören denkt der
passionierte Weinmacher noch lange nicht!
Seine
Liebe zum Wein teilt der ältere Herr mit dem jungen Oenologen Pedro
Pereira, unter dessen fachkundiger Leitung auf der Quinta do Corujão
vor allem rote einheimische Rebsortenangebaut werden. Sowohl die
kräftige und lagerfähige Touriga Nacional, als auch Tinta Roriz, die im
Süden Portugals Aragonês genannt wird, oder die milde Jaen werden hier
kultiviert - heute selbstverständlich jede auf ihrem eigenen Feld.
„Die ersten Pflanzen einsetzen, sehen, wie sie wachsen und wie nach
Jahren die ersten Trauben geerntet werden können, das ist immer wieder
faszinierend“, erklärt António Batista seine Passion. Bis dann ein
wirklich großer Wein daraus wird, vergehen 20 bis 30 Jahre.
Akzente, die der Weinbauer heute bei der Arbeit mit den Rebstöcken
setzt, sind Weichenstellungen für die Zukunft.Von der erhofft sich
António, dass auch seine Enkel die besten Weine der Dão-Region keltern
werden.
Quinta do Corujão Grande Vinho do Dão rot
Dieser klassische D.O.C.-Wein aus dem Dão lädt mit
einem dunklen Rot zum Genießen ein. Er zeigt ein Bouquet
aus schwarzen Früchten mit Vanillenoten, abgerundet durch
Anklänge von Tabak. Am Gaumen wird die konzentrierte
Frucht dieses Weines von einem reifen Tanningerüst getragen.
Quinta do Corujão Touriga Nacional rot
Der sortenreine Touriga Nacional-Wein duftet nach
Waldfrüchten mit einer Nuance Schokolade. Am Gaumen
überzeugt der Wein, der 14 Monate in Eichenfässern
lagerte, mit einem vollen Körper. Ein Wein mit enormem
Entwicklungspotential, der mit seinem samtigen Geschmack
und einem harmonischen Nachklang besticht.
Quinta do Corujão Reserva rot
Der Cuvée aus Touriga Nacional, Jaen, Alfrocheiro und
Tinta Roriz duftet nach Kirsche und dunklen Beeren mit Anklängen
von Leder und Minze. Der Quinta do Corujao
Reserva (sprich: Kinta do Koruschau) ist ein D.O.C.-Wein aus
dem Dão, der mit hoher Qualität in seiner Klasse überzeugt.
Herdade da Calada
Jahrzehnte haben Birgit und Clemens, Freifrau und Freiherr von
Blanckart, es einfach genossen, gute Bei einem Urlaub in Portugal
machten die weitgereisten Ruheständler dann eine Entdeckung, die ihr
Leben verändern sollte: Sie verliebten sich in die Herdade da Calada,
einen alten Landsitz im Herzen des Alentejo. Hier entstand der Traum,
große Weine selbst zu erzeugen. „Das Leben wurde noch einmal
interessant“, erzählt Freiherr von Blanckart, der zu Hause im Rheinland
in einem landwirtschaftlichen Umfeld aufgewachsen ist. Weine zu
trinken.
Seit 1997 bewirtschaften die deutschen Adeligen nun die Herdade da
Calada. Sie haben die Herrenhäuser liebevoll renoviert, den
Pferde-Stall zum Haus des Verwalters umgebaut, einen Barrique-Keller
und eine eigene Adega, eine Wein-Kellerei, eingerichtet. Auf 420 Hektar
Land wächst und gedeiht der Wein in paradiesischer Vielfalt und
Eintracht neben Oliven, Sonnenblumen, Getreide und Kühen, die unter
Kork- und Steineichen in den Weiden grasen.
Paulo Laureano, einer der angesehensten Oenologen Portugals, hat die Rebenfläche des Gutes behutsam auf 26 Hektar erweitert.
Angebaut werden überwiegend traditionelleportugiesische Rotwein-Reben,
wie die edle Aragonês,im Norden Portugals Tinta Roriz genannt, die sehr
alte Trincadeira oder die granatrote Castelão sowie Weißwein-Reben, wie
die weitverbreitete Antão Vaz oder die fruchtige Verdelho. Der Oenologe
sucht die Weingüter, mit denen er zusammenarbeitet, auch danach aus, ob
die Wellenlänge zwischen ihm und den Betreibern stimmt.
Einen Spitzenwein zu erzeugen ist für den 37jährigen nicht zuletzt die
Frage eines Gefühls. Neben den Reben, der Art und dem Zeitpunkt der
Lese oder der Kombination der verschiedenen Sorten, so Paulo Laureano,
tragen auch die Geschichte des Weinguts und die Personen, die hinter
dem Wein stehen, dazu bei, den Genuss zu veredeln.
Baron de B rot
Die dominierenden Rebsorten dieses Weins sind Aragonês
und Trincadeira, abgerundet durch Alicante Bouschet und Cabernet
Sauvignon. Baron de B reift bis zu 12 Monaten in Barrique-
Fässern und lagert zwei Jahre auf der Flasche, bevor er
das Weingut verlässt. Der tief rubinrote, elegante Wein duftet
nach Pflaumen und Waldbeeren und hinterlässt am Gaumen
eine Nuance von Schokolade bevor die harmonisch eingebundene
Tanninstruktur für einen langen, würzigen Nachklang
sorgt. Ein wahrhaft großer Wein!
Caladessa weiss
Ein sortenreiner Wein, der aus handgelesenen Verdelho-
Trauben gekeltert wurde.Vor der Abfüllung erhielt der Caladessa
eine Reifezeit von sechs Monaten im Stahltank. Der angenehm
frische Wein besticht durch ausgewogene Zitrusnoten
und Aromen von tropischen Früchten. Er harmoniert ausgezeichnet
zu Meeresfrüchten, hellen Fleischsorten und Geflügel.
Portwein 1x1
Kleines 1x1des Portweintrinken's
Der Portwein ist ein kraftvoller Wein ,der in dem Abgrenzungsgebiet des
Douro-Flusses unter besonderen Bedingungen, welche eine Konsequenz
natürlicher und menschlicher Faktoren sind, produziert wird. Der
traditionelle Produktionsprozess schließt die Gärungsunterbrechung des
Mostes durch Addition von Branntwein, sowie den Weinverschnitt und das
Altern ein.
Im Gegensatz zu dem, was im Allgemeinen gesagt wird,
wird nicht ein Portwein angeboten, sondern Portweine mit verschiedenen
Geschmacksrichtungenund besonderen Eigenschaften.
Die Portweine können in zwei verschiedene Klassen je nach Reifungsprozeß eingeteilt weden.
Die
Weine mit fruchtigem Charakter, bei denen man die Farbe und das
fruchtige Aroma eines jungen Weins behalten möchte.Zu dieser Weinart
gehören nach aufsteigender Qualitätsordnung die Klassen Ruby, Reserva, Late Bottled Vintage(LBV) und Vintage.
Die Weine der besten Kategorie, vor allem der Vintage und in niedrigem
Grad der LBV, sollen gelagert weden, denn sie altern gut in der
Flasche.
Die Weine mit Reifungscharakter sind Wein, die eine
mehr oder weniger lange Reifung in Holzfässern gehabt haben. Ihre Farbe
ist hell und die Aromen erinnern an Trockenfrüchte und an Holz. Je
älter der Wein, desto ausgeprägter diese Eigenschaften.
Die existierenden Kategorieren sind: Tawny, Tawny mit Altersangabe (10,20,30,und 40 Jahre) und Colheita.
Es handelt sich um Weine von verschiedene Jahren mit Ausnahme der Colheita- Weine, aus einem einzigen Jahr entstammen.
Nach entsprechender Abfüllung können sie sofort verbraucht werden.

Der weiße Port
weist mehrere Stile auf ,die verbunden sind mit mehr oder weniger
langen Reifungszeiten und verschiedenen Süssegraden, welche aus der Art
der Weinbereitung vorgehen.
Der Ruby-Portwein hat eine mehr oder weniger intensive rote Farbe, ein fruchtiges Aroma und die Kraft eines neuen Weins.
Er wird hergestellt aus dem Verschnitt von Portweinen verschiedener
Jahrgänge und wird mindestens drei Jahre im Holzfaß gelagert.
Tawny Portwein-
Dieser Verschnitt wird aus mehreren Ernten hergestellt. Einige Tawnies
von hoher Qualität sind auf dem Etikett mit Altersangaben versehen (
10, 20, 30, 40 Jahre).
Durch das Reifen in Fässern geben diese Weine ihre einst tiefe Farbe
und ihren jugendlichen, würzigen Charakter zu Gunsten eines mehr
geschmeidigen und etwas nussigen Aromas auf und erhalten dabei eine
goldbraune Farbe (tawny = goldbraun)
Late Bottled Vintage
ist ein Wein von hoher Qualität , der aus einer einzigen Weinlese
entstammt. LBV wird nach 4 bis 6 Jahren im Holzfaß abgefüllt. Er ist
nicht so herb und körperreich wie ein Vintage-Port vom gleichen Jahr,
ist aber ebenfalls harmonisch, sanft und elegant.
Vintage Port
- Ein Portwein, der aus einer herausragenden Ernte hergestellt wird,
darf als Vintage Port deklariert weden. Dieser Wein reift, nach einer
zwei-bis dreijährigen Lagerung in Holzfässern, noch mindestens 10 Jahre
in der Flasche weiter, bevor er getrunken werden sollte. Mit der
Reifung in der Flasche wird er allmählich sanft und elegant, mit einem
ausgeglichenen, komplexen und sehr edlen Aroma.
Wußten Sie schon, daß.....
durch die lange Faßreifung die LBV, Tawny´s und Colheitas geöffnet
länger haltbar sind (drei bis vier Wochen) als die Ruby´s, weiße
Portweine und Vintage`s (ein bis drei Wochen).
Portwein und Essen
Als Aperitif
Frisch serviert, passen die weißen Portweine
hervorragend zu Kanapees, kalten Platten, Meeresfrüchten und
Frischkäse. z. B. "Portonic", weißer Portwein mit Tonicwasser in
gleichen Mengen, Eiswürfel und eine halbe Zitronenscheibe
Als Begleitung
Tawny, Ruby, Reseva, alle passen wunderbar zu Trockenfrüchten, Pasteten, Schinken und Wildgerichten.
Ein LBV, zum Beispiel, kann eine sehr gute Begleitung zu Ente oder Entenleber sein.
Mit Käse
Die roten Portweine bildenein außergewöhnliche
Verbindung zu den meisten portugiesischen Käsesorten (Serra-,
Rabacal-,Azorenkäse) und zu allen blauen Käsesorten
(Roqueford,Stilton,Gorgonzola).Sehr geschätzt ist die herrliche,
klassische Verbindung Stilton und Vintage Port.
Als Nachspeise
LBV Portweine oder 10, 20, 30 ,oder 40 Jahre alte
Tawny´s passen sehr gut zu Schokolade. Sie vollenden den Genuß von
Trockenfrüchten, Obsttorten, leichte Puddings, Speiseeis.......Sie sind
ideal in Begleitung mit Milchreis, Creme Caramel,"Arme Ritter" oder
Eierspeisen.
Überraschen Sie Ihre Gäste doch mal mit einer besonderen Kreation! Viel Spaß!!!!!
Portwein und Zigarren
Seit
Jahrhunderten schon bilden Portwein und Zigarren eine perfekte
Symbiose, aber jetzt mit der modehaften Verbreitung des Zigarrenkonsums
entsteht eine optimale Gelegenheit, etwas verwöhnenden Genuß nach dem
Dinner zu fördern.
Mit der Zigarre in der einen Hand gibt es nichts
besseres als ein Glas Portwein in der anderen, um eine Stimmung von
Geruhsamkeit und gepflegter Unterhaltung weiter zu verbessern.
So teilen ein edler alter Vintage Port und eine starke, aromatische
Zigarre, wie z.B. eine Cohiba, Partagas oder Bolivar aus Havanna, beide
ihre Reichhaltigkeit und Tiefe, wobei die Süße des Ports einen
perfekten Hintergrund für die erdige Wirkung der Zigarre darstellt.
Mittelstarke Havannas, wie Romeo y Julieta oder Punch,
oder Don Ramos Zigarren aus Honduras sind leichter im Genuß und passen
sehr gut zu jüngeren Vintage Ports oder mittelstarken LBV´s. Zu einem
Tawny könnten Sie die delikate Geschmeidigkeit von Santa Damiana
Zigarren aus der Dominikanischen Repubik oder einer Macanudo aus
Jamaica empfehlen.
Übrigens: Mit Portweinen kann man ausgezeichnete Cocktails kreieren. schauen Sie mal auf unsere Cocktail Seite
Portwein
Portwein Erzeugung gilt als die anspruchsvollste Aufgabe, die sich in einem Weinkeller finden lässt.
Alle klassischen Veredelungsgetränke aus Wein wie Champagner, Cognac
oder Sherry, erhalten durch die Arbeit der Kellermeister ihren
Charakter und sind ebenso differenzierte wie diffizile Kreationen von
Experten. Aber Port in all seiner Vielfalt, seiner Intensität, seiner
Delikatesse, erfordert mehr als nur einen guten Kellermeister. Das
harmonische Zusammenspiel von Süße, Tannin, Alkohol und unzähligen
Fruchttönen im jungen Port verlangt das Genie.
Zur Klasse der Winzer kommt die Einmaligkeit der Böden.
Seit 1756 darf Port ausschließlich auf Schieferböden
erzeugt werden. Wer erfahren hat, wie Schieferböden die Eleganz vieler
großer Weiß- und Rotweine dieser Welt positiv beeinflussen können, der
wird im Portwein die gleiche unnachahmliche Delikatesse und Subtilität
entdecken, die dieses in Portugal so häufige und im Dourotal zur
Exklusivität erhobene Gestein den Trauben schenkt.
Portweine aus anderen Ländern, etwa aus Südafrika,
Australien oder Kalifornien, können zwar beachtlich sein, doch
spätestens bei der Finesse und der Komplexität des Ausdrucks, die einen
großen Vintage Port auszeichnen, müssen die Nachahmungen kapitulieren.
Die Tradition den Portwein mit "Barcos Rubelos" durch die
Stromschnellen des Douro stromabwärts zu transportieren, fand in den
60er-Jahren mit dem Bau von Staudämmen ihr Ende.
Die junge Marke Gilberts Port ist ein Tochterunternehmen des Hauses Casa Burmester.
Ein Team hervorragender Önologen - vor dem Hintergrund
der 250-jährigen Erfahrung des Traditionsunternehmens - garantiert,
dass der Wein unter den bestmöglichen Bedingungen hergestellt und
ausgebaut wird.
Weinregionen Portugal
1. Minho
Das milde Atlantikklima und die regelmäßigen Niederschläge
verleihen der hügeligen Landschaft im Minho einen satten, blaugrünen
Schimmer. In der Region im äußersten Nordwesten
Portugals hat die Weinkultur eine lange Tradition. Der Vinho Verde,
der grüne Wein, ist hier beheimatet. Seinen Namen verdankt er
der auch im Sommer grünen Landschaft in dieser Region sowie
der Tatsache, dass er jung getrunken werden sollte.
3. Bairrada
Der Weinanbau hat in der Bairrada seit Jahrhunderten
Tradition. Auf den sanften Hügeln der Region sorgt die Nähe zum
Atlantik für ein ausgeglichenes Klima und genug Feuchtigkeit auch
im Sommer, sodass die Trauben bestens reifen können. Der Name
Bairrada leitet sich von barro ab, dem portugiesischen Ausdruck für
Lehm oder Ton, der mit Kalk angereichert eine gute Grundlage für
den Weinanbau bietet.
5. Ribatejo
Seinen Namen verdankt das Ribatejo dem Tejo, dem größten
Fluss Portugals, der von Spanien kommend durch diese Region
fließt und bei Lissabon im Atlantik mündet. Riba Tejo heißt Ufer
des Tejo. In dieser Agrarebene, die wegen ihrer fruchtbaren Böden
berühmten ist und auch „Garten Lissabons“ genannt wird, werden
neben dem Wein auch viel Getreide und Gemüse angebaut. Der
Weinanbau im Ribatejo reicht bis in römische Zeit zurück.
6. Terras do Sado
Lange Zeit verharrten die beiden Regionen Setubal und
Palmela, die unter der Bezeichnung Terras do Sado zusammengefasst
sind, trotz ihrer Nähe zur Hauptstadt Lissabon im Dornröschenschlaf.
Erst nach dem Bau der berühmten Brücke Vasco da
Gama über den Tejo begann die Zeit des Erwachens – auch für
den Weinanbau. Die Nähe zum Atlantik ist in der sandigen Ebene
der Halbinsel, die nach dem Fluß Sado benannt ist, überall spürbar.
Harmonische, charaktervolle Weine sind das Ergebnis.
7. Alentejo
Die stark landwirtschaftlich orientierte, größte Provinz Portugals
ist nur spärlich besiedelt. Sanfte Hügelketten wechseln sich
mit endlosen Ebenen ab. Die Weinberge sind wie grüne, lebende
Inseln in das weite Land eingestreut, das ansonsten von Getreidefeldern
und Olivenhainen dominiert wird. Heiße Sommer und
ein langer warmer Herbst lassen auf dem Schieferverwitterungsboden
große, elegante Weine reifen.
1 - Vinhos Verdes
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5. Douro
Die pittoreske Region im Norden Portugals ist nach dem Fluss Douro
benannt, der eine atemberaubende Schlucht in die gebirgige Landschaft
schneidet. Die steilen Weinterrassen reichen bis in eine Höhe von 700
Metern hinauf. Jeder kleinste Winkel des
schwarzen Schieferbodens ist hier
bepflanzt. In diesem kleinen grünen Paradies, das für seine Portweine
weltbekannt ist, brennt die Sonne auch im Sommer nicht ganz so ungnädig
auf das Land, wie im Süden Portugals.
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9. Dão
Von allen Weinregionen Portugals ist das Dão, das schon vor fast 100
Jahren als D.O.C.-Region eingetragen wurde, die urwüchsigste
Landschaft. Die Gebirgskämme, die das Dão durchziehen, machen diese
Landschaft wild und ungezähmt.Von atlantischen Einflüssen weitgehend
abgeschirmt, ist der Winter hier regenreich, der Sommer heiß und
trocken, der Herbst lang und kühl. Ein Klima, wie geschaffen, um große,
langlebige Weine zu erzeugen.
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2 - Chaves
3 - Valpaços
4 - Planalto Mirandês
5 - Porto
5 - Douro
6 - Távora Varosa
7 - Lafões
8 - Bairrada
9 - Dão
10 - Beira Interior
11 - Encostas D'Aire
12 - Alcobaça
13 - Lourinhã
14 - Óbidos
15 - Alenquer
16 - Arruda
17 - Torres Vedras
18 - Bucelas
19 - Carcavelos
20 - Colares
21 - Ribatejo
22 - Setúbal
23 - Palmela
24 - Alentejo
25 - Lagos
26 - Portimão
27 - Lagoa
28 - Tavira
29 - Madeira
30 - Biscoitos
31 - Pico
32 - Graciosa